Wunderwerk und Wirtschaftskraft – Biene


Autor: Sarah Tebbe

Emsig sind sie am Werke. Von Frühling bis Herbst brummt und summt es in Gärten, Parks und der freien Natur. Doch in den vergangenen Jahren hat das Bienentreiben stark abgenommen. Forscher warnen bereits seit Jahren vor einem massiven Bienensterben. In Mitteleuropa sind seit 1985 ein Viertel der Honigbienenvölker ausgestorben. Dabei sind die fleißigen Tiere nicht nur für unseren Honigkonsum wichtig. Bienen sind leistungsstarke – unbezahlte – Mitarbeiter des Landwirtschaftssektors. Rund 71 von 100 Nutzpflanzen, die 90 Prozent des weltweiten Bedarfs an Nahrung decken, werden von ihnen bestäubt. Der geschätzte Wert der Bestäubungsleistung liegt bei 500 Milliarden Euro jährlich! Sterben die Bienen aus, hat das massive Auswirkungen auf unsere Ernährung.

Über die Grafik:

Editorial Researcherin Freddy: „Bienen sind ein Thema, das mich in den vergangenen Jahren persönlich sehr beschäftigt hat. Es war total spannend, die Fakten für die Grafik zu recherchieren. Die Grafik gehört zu meinen liebsten. Ich habe sie sogar zu Hause aufgehängt, weil sie nicht nur interessant, sondern auch wunderschön ist.“

Grafikerin Katja: „Wie auch meine liebe Kollegin Freddy, beschäftigt mich das Thema Bienen und Nachhaltigkeit, schon lange. Daher habe ich mich sehr gefreut, eine Infografik zu diesem Thema gestalten zu dürfen. Die Herausforderung war sicherlich, die sonst klassische „Bienen-Bildwelt“ neu zu denken und diese in einen wirtschaftlichen Kontext zu bringen. Hierbei war es mir wichtig, die sonst ländliche und freundliche Darstellung zu vermeiden und eine kühle, wirtschaftliche Atmosphäre zu schaffen, bei der die Bienen eher ein rein wirtschaftliches Produkt darstellen und nicht als Lebewesen wahrgenommen werden. Das Grundkonzept des Layouts basiert auf den symmetrischen Honigwaben, die in diesem Kontext die systematische Industrialisierung der Bienen wiederspiegeln sollen. Der hierdurch entstehende Kontrast zu den gelben Bildelementen, also hauptsächlich die der Bienen, wirkt wertig, beinahe goldfarben und spielt auf die „Wirtschaftsmacht Biene“ hin.“